Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

>
Ratgeber-Übersicht
>
Brustbein Schmerzen - Symptom mit zahlreichen Ursachen

Brustbein Schmerzen - Symptom mit zahlreichen Ursachen

Unangenehmes Ziehen, Stechen oder Brennen, ein Druck- oder ein beklemmendes Engegefühl – Brustbein Schmerzen können sich auf unterschiedliche Arten äussern und eine Vielzahl an Ursachen haben. Viele Menschen denken bei Schmerzen am Brustbein direkt an einen Herzinfarkt. Doch auch wenn das Risiko vorhanden ist, verbergen sich in den meisten Fällen deutlich harmlosere Ursachen dahinter. Was hinter den Brustbein Schmerzen steckt, welche möglichen Ursachen es gibt und wie sie behandelt werden, erklären wir dir in unserem übersichtlichen und hilfreichen Ratgeber.

Was sind Brustbeinschmerzen?

Bei Brustbeinschmerzen handelt es sich um Beschwerden, die unmittelbar hinter dem Brustbein entstehen. Das Brustbein ist ein Knochen, der als Stabilisator des Brustkorbs dient und mit den Rippen verbunden ist. Zu finden ist das Brustbein in der vorderen Mitte des Brustkorbs. Für die lebensnotwendigen Organe sowie für die Muskulatur fungiert das Brustbein als Schutz vor äusseren Einflüssen. Hervorgerufen werden können die Schmerzen im Brustbein daher durch Organe wie die Lunge, das Herz, den Magen oder die Speiseröhre, aber auch Muskeln und Knochen können Auslöser für die Beschwerden sein.

Welche Symptome zeigen sich bei Brustschmerzen?

Die Schmerzen in der Brust zeigen sich auf unterschiedliche Art und Weise. Die jeweiligen Symptome hängen einerseits von der Ursache der Beschwerden, andererseits aber auch vom Körper und der Wahrnehmung des Betroffenen ab. Brustbein Schmerzen äussern sich variabel und individuell

  • drückend, ziehend, stechend oder brennend
  • punktuell oder am gesamten Brustkorb, teilweise ausstrahlend auf die Schulter und den linken oder rechten Arm
  • anhaltend oder kurzzeitig
  • einmalig oder wiederholt
  • erträglich oder stark schmerzhaft
  • bei Berührung, bei Belastung oder ohne äusseren Einfluss
  • mit Engegefühl und Atemnot
  • mit Seitenstechen

Welche Ursachen können sich hinter Brustbeinschmerzen verbergen?

Aufgrund der zentralen Lage des Brustbeins im Körper und seiner engen Verbindung zu Organen, Muskeln und Knochen gibt es zahlreiche mögliche Ursachen für Schmerzen im Brustbein. Grundsätzlich wird hierbei unterschieden zwischen organischen, muskulären und knöchernen Ursachen. Organische Ursachen sind:

  • Angina pectoris (Herzschmerzen, Durchblutungsstörung)
  • Bluthochdruck
  • Pneumothorax
  • Herzbeutelentzündung
  • Brustfellentzündung
  • Gastritis
  • Refluxerkrankung
  • Bronchitis und Lungenentzündung
  • Lungenembolie
  • Gürtelrose
  • akuter Herzinfarkt
  • Lungenkrebs

Mögliche muskuläre Gründe sind:

  • Muskelkater
  • Verspannung
  • Zerrungen
  • Nervenreizungen
  • Wirbelblockaden
  • Fehlhaltungen, zum Beispiel der Wirbelsäule
  • vorangegangener operativer Eingriff
  • Platzmangel während der Schwangerschaft

Die knöchernen Ursachen beziehen sich schliesslich auf Frakturen und Prellungen.

Wie werden Brustbeinschmerzen diagnostiziert?

Aufgrund der vielfältigen Ursachen und Symptome ist eine eingehende Diagnose des Arztes unerlässlich, um die richtige Behandlung anzuordnen. In einem ersten Schritt wird der Arzt Fragen zur Beschwerdelage stellen, um sich ein erstes Bild zu machen. Patienten müssen hier Angaben unter anderem zur Intensität der Schmerzen machen, wann sie auftreten und ob sie auch auf andere Körperbereiche ausstrahlen.

Besteht der Verdacht auf eine bestimmte Erkrankung, erfolgt eine Untersuchung. Das kann bei Herzerkrankungen beispielsweise ein EKG oder Ultraschall sein, bei Lungenerkrankungen kommt dagegen ein CT oder das Röntgen des Brustkorbs infrage. Eine Magenspiegelung wird bei Refluxerkrankungen vorgenommen. Bei Hinweisen auf knöcherne und muskuläre Ursachen wird der Patient körperlich untersucht. Der Arzt wird dafür deine Muskulatur und dein Bindegewebe abtasten, den Brustkorb falls notwendig auch röntgen.

Welche Schmerztherapien gibt es bei Brustbeinschmerzen?

Steht eindeutig fest, woher die Beschwerden im Brustbein kommen, kann der Arzt eine entsprechende Schmerztherapie verordnen. Sowohl bei muskulären und organischen als auch bei knöchernen Ursachen erfolgt die Behandlung in der Regel mit der Verabreichung von speziellen schmerzlindernden Medikamenten. Teilweise können auch operative Eingriffe nötig sein, zum Beispiel bei bestimmten Herzerkrankungen. Bei einem Herzinfarkt ist zudem eine Senkung des Bluthochdrucks sowie eine Blutverdünnung notwendig.

Was hilft, wenn Brustbeinschmerzen durch Verspannungen der Muskeln entstanden sind?

Brustbeinschmerzen können auch sehr harmlos sein. Nicht selten verbirgt sich dahinter eine Verspannung, die zum Beispiel durch Stress, übermässigen oder ungewohnten Sport, Fehlhaltungen oder falsche Bewegungen ausgelöst wurde. Ist eine organische Ursache ausgeschlossen, kannst du selbst einiges dafür tun, die Brustschmerzen zu lindern. Als erste Massnahme eignet sich Wärme. Verwende dafür zum Beispiel ein Körnerkissen oder eine Wärmflasche und lege dich entspannt und ruhig hin. Verfalle jetzt aber nicht in eine Schonhaltung, sondern bewege die möglich natürlich und regelmässig. Ein ausgedehnter Spaziergang kann zudem gut tun. Auch spezielle Übungen können die Schmerzen lindern.

Wann sollte ich bei Brustbeinschmerzen sofort zum Arzt?

Da das Risiko besteht, dass sich hinter akuten Brustbeinschmerzen auch ein Herzinfarkt oder eine andere lebensbedrohliche Erkrankung verbirgt, solltest du bereits bei ersten Symptomen alarmiert sein und genau auf deinen Körper hören. Treffen mehrere der folgenden Anzeichen zu, solltest du für deine Gesundheit schnellstmöglich einen Arzt verständigen oder die Notrufnummer 112 anrufen:

  • die Schmerzen sind im Ruhezustand eingetreten
  • die Beschwerden sind sehr stark und nehmen kontinuierlich zu
  • die Brustschmerzen halten länger als fünf Minuten an
  • die Symptome treten erstmalig auf
  • die Schmerzen strahlen bis in die Schulter und die Arme aus
  • die Brustschmerzen gehen mit Schweissausbrüchen und fahler Haut einher

Das könnte dich auch interessieren

Eine Achillessehnenentzündung betrifft grösstenteils Sportler

Als die stärkste und dickste Sehne am Körper ist die Achillessehne für die Übertragung der Kraft von der Wadenmuskulatur auf die Fussstruktur verantwortlich. Sie kann dabei ein sehr hohes Gewicht tragen und wird bei Bewegungen stark belastet. Das führt zum Teil zu Beschwerden und einer Überbelastung, wobei dann auch eine Achillessehnenentzündung oder sogar ein Achillessehnenriss die Folge ist. Treten diese Beschwerden bei dir auf, ist eine Behandlung beim Orthopäden notwendig, wenn dein Fuss und das Sprunggelenk schmerzen.

Die transkutane elektrische Nervenstimulation für die Schmerzlinderung

Die Linderung von Schmerzen geht die Medizin unterschiedlich an. Eine Möglichkeit ist die Behandlung mit Strom. Die transkutane elektrische Nervenstimulation kommt besonders bei chronischen Schmerzen zum Einsatz, wenn Nervenschmerzen, Rücken- und Kopfschmerzen vorliegen. Sie basiert auf der Erkenntnis der Ägypter, dass Strom Schmerzen reduziert. Diese legten sich auf die geplagten Körperteile Fische, die in der Lage waren, kleinere Stromstösse abzugeben. Die Entwicklung der modernen Therapie leiteten Schmerzforscher in den Sechzigerjahren ein.

Fussrücken: So entstehen Schmerzen und diese Lösungen gibt es

Der menschliche Fuss ist besonders komplex aufgebaut und weist eine spannende Struktur auf. Umso schwieriger ist es für Laien und Nichtmediziner, Probleme mit dem Fussrücken richtig einzuordnen. Der folgende Artikel beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Fussrücken und zeigt dir, wie Schmerzen entstehen, welche Erkrankungen es gibt und wie die Behandlungsmöglichkeiten aussehen.

Ischiasnerv Schmerzen: Ausstrahlende Schmerzen bis in das Bein

Rückenschmerzen nach einem langen Arbeitstag kennt wohl jeder. Ischiasnerv Schmerzen aber entstehen meist durch eine Entzündung oder durch einen Bandscheibenvorfall. Hierbei handelt es sich um Schmerzempfindungen, die von der unteren Rückengegend ausgehen und meist bis in die Beine ausstrahlen. Die Intensität der Schmerzen kann dabei recht unterschiedlich empfunden werden. Wenn du bei dir solche Symptome feststellst, die unter Umständen sogar von Lähmungserscheinungen begleitet werden, solltest du einen Arzt aufsuchen. Eine Operation ist bei der Ischialgie meist nicht nötig; mit konservativen Mitteln bekommst du die Schmerzen gut in den Griff.

Achillessehne Abriss – heilt das auch ohne Operation?

Die Achillessehnen gehören zu den wahren Superhelden im menschlichen Körper. Obwohl sie nur fünf bis zehn Millimeter dick und etwa zehn Zentimeter lang sind, sind sie die grössten Sehnen des Menschen und halten in Belastungsspitzen sogar das Zehnfache des Körpergewichts ihres Besitzers aus. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Achillessehnen gesund sind und keine Verschleisserscheinungen aufweisen. Kommt es bei bereits vorgeschädigter Achillessehne zu einer Situation mit höchster Beanspruchung, folgt eventuell eine Achillessehnenruptur. Die Achillessehne arbeitet zwischen der Wadenmuskulatur und dem Fersenbein. Ohne Achillessehne wäre es unmöglich, die Fussspitze zu senken.

Lymphdrainagen: entstauend, beruhigend und schmerzlindernd

Lymphdrainagen werden eingesetzt, um Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe zu lösen und Ödeme zu lindern. Diese spezielle Form der Massage hat vielerlei Wirkungen, die sogar wissenschaftlich belegt sind. Durch die Lymphdrainage wird die Pumpfrequenz des Lymphsystems angeregt, was zu einer Abnahme der gestauten Flüssigkeit im Gewebe führt. Aber eine Lymphdrainage ist nicht nur entstauend. Die Massagebewegungen und die speziellen Grifftechniken wirken ebenfalls beruhigend, schmerzlindernd und muskelentspannend. In der Alternativtherapie wird sogar davon gesprochen, dass durch eine Lymphdrainage die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt werden. Diese immunologische Wirkung konnte bisher aber noch nicht wissenschaftlich bewiesen werden.