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Handreflexzonen und die Massagetechnik dahinter

Im Bereich der Akupressur gibt es die Handreflexzonenmassage und die Fussreflexzonenmassage. Beide nutzen die Technik der Akupressurpunkte und stimulieren bestimmte Organe und Organgruppen. Die Hände bieten dabei eine grosse Fläche an Reflexpunkten und Zonen, die massiert und aktiviert werden können. Damit lassen sich sowohl körperliche als auch psychische Probleme behandeln. Die wichtigsten Fragen zu den Handreflexzonen beantworten wir hier.

Wie funktioniert die Handreflexzonenmassage?

Bei der Handreflexmassage werden einzelne Handreflexzonen stimuliert, um eine Wirkung auf andere Körperbereiche zu erzielen. Das geschieht durch Daumen und Finger, die einen stumpfen Druck auf die Zonen ausüben. Zur Hilfe können auch stumpfe Massagegeräte verwendet werden. In der Regel genügt jedoch der Daumendruck.

Auch wenn die Fussreflexzonenmassage ähnlich aufgebaut ist, gibt es Unterschiede, die besonders die Wirkung und die Grösse der einzelnen Reflexzonen betrifft. An der Hand sind die Bereiche sensibler. Dazu liegen die Handreflexzonen tiefer im Gewebe als bei den Füssen. Schon in der Ausbildung in diesem Bereich lernen angehende Therapeuten, wie viel Kraft und Druck sie ausüben müssen. Auf der Hand sind gegenüber den Füssen die Bereiche für den Kopf und die Nebenhöhlen ausgeprägter. Dazu stehen mehr Zonen zur Verfügung, während die Bereiche für die inneren Organe auf der Handinnenfläche komprimiert sind.

Wie hängt der Aufbau der Hände mit der Massage zusammen?

Der Aufbau der Hand ermöglicht die genaue Einteilung aller Handreflexzonen, die auf der gesamten Handinnenfläche und ebenfalls auf Handrücken, Handwurzel, den Fingern und dem Daumen zu finden sind. Die Hand verkörpert dabei die komprimierte und vereinfachte Form des Körpers samt seiner Organe und ist auch ein sehr sensibler Bereich. Während die Finger entsprechend für Gehirn und Kopfbereich zuständig sind, enthalten die Innenflächen der Hände die inneren Organe. So wie das Herz links sitzt, ist auch der linke Handzonenreflexbereich dafür zuständig. Tatsächlich können Schmerzen so einfach wegmassiert werden.

Welche Handreflexzonen gibt es?

Alle einzelnen Handreflexzonen lassen sich kaum aufzählen. Ingesamt gibt es über dreissig Reflexzonensysteme, wobei die Hände und Füsse die bekanntesten sind und auch am häufigsten in der Praxis und Therapie behandelt werden. Jede Reflexzone steht in einer direkten Wechselwirkung mit einem Organ. Auch werden die Nervenimpulse stimuliert. Die Akupressur zielt als Massagetechnik auf bestimmte Bereiche ab, über die die Impulse Entspannung bewirken. Dazu gehören:

  • die Fingerspitzen für Stirn und Kieferhöhlen
  • die Fingerzwischenbereiche für Nase und Nebenhöhlen
  • der untere Fingerbereich für Augen und Ohren
  • der Daumen für Nase, Kiefer, Halswirbel, Brustwirbel, Schläfe und Nacken
  • die Handinnenfläche für die inneren Organe, darunter Leber, Galle, Herz, Lunge, Nieren und Milz
  • die Handwurzel für Bauchbereich, Becken, Darm, Eierstöcke, Hüftknochen und Gelenke
  • der Handrücken etwa für Kopf und Schilddrüse

Welche Schmerzen können mit der Handreflexzonenmassage behandelt werden?

Deine Gesundheit ist wichtig, deshalb solltest du sie immer im Auge behalten. Schon kleinere Symptome können mit einer Handreflexzonenmassage behandelt werden. Du hast entsprechend deinen gesamten Körper in der Hand und aktivierst gleichzeitig durch Akupressur und Massage die Selbstheilungskräfte. Möglich ist die Massage bei:

  • Kopfschmerzen
  • Verdauungsproblemen
  • Erschöpfung und Müdigkeit
  • Erkältungen
  • Verspannungen und Schmerzen

Nicht geeignet ist die Handreflexzonenmassage bei:

  • Entzündungen und Infekten
  • Thrombose
  • Venenentzündungen
  • Schwellungen an den Händen
  • Ekzemen
  • Schwangerschaft

Wie erfolgt die Handreflexzonenmassage in der Praxis beim Therapeuten?

Die Massage in einer Praxis erfolgt professionell und auf die Beschwerden abgestimmt. Massiert werden dabei alle wichtigen Zonen und Bereiche, die eine Stimulation bewirken. Das geschieht durch den Daumen und die Fingerkuppe. Einige Therapeuten nutzen auch Massagestäbe oder heisse Steine.

Wichtig ist, dass der Druck stark und gleichzeitig stumpf erfolgt. Er wird in der Praxis durch die Massage langsam aufgebaut und dann wieder nach Bedarf gelöst. Arzt oder Therapeut stellen die Symptome vorab fest, um die Beschwerden dann über die Massagetechnik zu bekämpfen. Viel Einfluss hat die Handreflexzonenmassage nicht nur auf die Organe und Gesundheit des Menschen. Sie kann auch helfen, das Wohlbefinden allgemein zu steigern.

Was bewirkt der Druck, der auf die Handreflexzonen ausgeübt wird?

Durch die Reflexzonenmassage an den Händen können zahlreiche Körperbereiche stimuliert werden. Der stumpfe Druck wird in der jeweiligen Zone ausgeübt, wobei etwa zwei bis drei Minuten fester gepresst wird. Dabei wird die Durchblutung angeregt, der Stoffwechsel in Gang gesetzt und die Hormonproduktion gefördert. Das ruhige und intensive Streichen und Drücken durch den Therapeuten bewirkt eine direkte Entspannung und beruhigt die Nerven. Den Abschluss der Massage bildet meistens die Behandlung der Solarplexuszone, die mitten auf der Hand liegt.

Wie gestaltet sich eine Ausbildung im Bereich der Akupressur?

Die Handreflexzonenmassage ist noch einmal etwas anderes als die kosmetische Handmassage und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Die Ausbildung für die Behandlung fällt daher in den Bereich Alternativmedizin und Akupressur. Dabei gibt es in Seminaren die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Therapeuten auf die Handreflexzonenmassage zu spezialisieren. Gelernt wird, welche therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen und welche Wirkungsweise erreicht wird. Grob sind das:

  • die Stimulierung des Blutkreislaufs
  • die Anregung der Organ- und Düsenfunktion
  • die Aktivierung des Energieflusses
  • die Freisetzung von Energie
  • die Entspannung und die Mobilisierung körpereigener Kräfte

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