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Hill Sachs Läsion: Was hat es mit der Druckdelle auf sich?

Hill Sachs Läsion: Was hat es mit der Druckdelle auf sich?

Die Hill-Sachs-Läsion bezeichnet eine Druckdelle am Knorpel oder Knochen der Schulter, meist verursacht durch einen Unfall oder eine Schulterluxation. Wie sieht die Behandlung aus? Welcher Arzt stellt die Diagnose? Und vor allem: Wie stellt der Arzt die Hill-Sachs-Läsion fest? Du weisst, dass die Hill-Sachs-Läsion den Oberarmkopf betrifft – und hast ansonsten ganz viele Fragen zur Anatomie, zur Ursache der Hill-Sachs-Läsion und zur Therapie. Deine Fragen – unsere Antworten!

Was ist eine Hill-Sachs-Läsion?

Die Hill-Sachs-Läsion ist im Grunde genommen eine Delle, die entweder im Knorpel oder auf dem Knochen des Humerus durch Druck entsteht. Meist ist das eine Folge bei einer Schulterluxation, also wenn du dir die Schulter ausgekugelt hast. Ist die Delle gross, die Verletzung also schwer, muss die Hill-Sachs-Läsion operativ korrigiert werden. Die Läsion bemerkt der Arzt in der Regel nur, wenn er eine ausgerenkte Schulter untersucht. Patienten, die immer wieder mit einer Schulterluxation zu tun haben und wenig Stabilität im Schultergelenk aufweisen, untersucht der Arzt entsprechend gründlich und fokussiert.

Wie behandelt der Arzt Patienten mit Schulterluxation mit Hill-Sachs-Läsion?

In einem ersten Schritt behandelt der Arzt die Schulterluxation. Der Arzt geht dabei in der Regel sehr vorsichtig vor, um die Muskeln der Patienten nicht zu stark zu strapazieren. Es gibt spezielle Handgriffe, die das Schultergelenk wieder in die angestammte Position zwingen – das ist schmerzhaft, aber schonend für Muskeln und Gelenk. Danach verordnet der Arzt möglicherweise eine konservative, also physiktherapeutische Behandlung. Die Beweglichkeit der Schulter zu erhalten ist das Ziel dieser Therapie – es kann sein, dass bei einer bestehenden Hill-Sachs-Läsion ein chirurgischer Eingriff nötig wird. Wie kam es zu der Luxation? Liegen Erkrankungen des Gelenks vor, beispielsweise eine allgemeine Instabilität? Oder war das Trauma beim Unfall tatsächlich so schwer, dass eine gesunde Schulter luxieren konnte? Der Arzt untersucht also das Gelenk sehr ausführlich. Die folgende Therapie hängt davon ab,

  • wie der Unfall passierte,
  • wie alt die Patienten sind,
  • welches Aktivitätsniveau besteht,
  • um welchen Gewebestatus es sich handelt
  • und wie genau die traumatische Schädigung analysiert werden kann. Um eine möglichst langfristig positive Entwicklung ohne Spätfolgen zu gewährleisten, müssen natürlich weitere Luxationen ausgeschlossen werden. Eine Hill-Sachs-Läsion kann zu einer chronischen Instabilität des Schultergelenks führen, daher wird sie in jedem Fall behandelt.

Welche Klinik kann eine Hill-Sachs-Läsion mit Physiotherapie ohne Operation behandeln?

Wenn der Verdacht auf eine Hill-Sachs-Läsion im Raum steht, nutzt der behandelnde Arzt auch bildgebende Verfahren. Das Schultergelenk wird geröntgt, gegebenenfalls wird eine Computertomografie oder ein MRT durchgeführt. Ob eine Behandlung der Hill-Sachs-Läsion ohne Operation machbar ist, hängt von der Schwere der Läsion ab. Dein behandelnder Arzt entscheidet das auch vielleicht nicht selbst, sondern verweist dich an einen weiteren Experten. Er empfiehlt dir vermutlich eine Klinik für den chirurgischen Eingriff oder die konservative Behandlung. Studien zeigen jedoch, dass es bei einer Hill-Sachs-Läsion wiederholt zu Schulterluxationen kommt – mach dir also nicht zu viel Hoffnung auf eine konservative Behandlung.

Welche Symptome zeigt eine Hill-Sachs-Läsion?

Eine Hill-Sachs-Läsion zeigt erst einmal keine eindeutigen Symptome. Sie ist von aussen weder tastbar noch spürbar. Und die Läsion selbst verursacht auch keine Schmerzen. Allerdings erleidest du bei einer bestehenden Hill-Sachs-Läsion wiederholte Schulterluxationen, selbst bei nur leichten Traumata renkt sich die Schulter aus. Denn die Läsion macht das Schultergelenk insgesamt instabil. Die Symptome entsprechen also denen einer ausgerenkten Schulter.

Was sagen Studien – gute Prognose bei Schulterluxation?

Bei einer Schulterluxation ist die Prognose laut Studien sehr gut. Es handelt sich zwar um eine sehr schmerzhafte Verletzung, aber sie kann behandelt werden. Folgt nach der unmittelbaren (konservativen) Behandlung und der kurzfristigen Ruhigstellung der Schulter eine Physiotherapie zur Stärkung der Muskeln und zum Erhalt der Beweglichkeit, ist das Gelenk bei einem gesunden Menschen danach wieder stabil. Ist das Gelenk allerdings vorgeschädigt oder du leidest unter einer Hill-Sachs-Läsion, ist die Prognose nicht mehr ganz so gut. Die Läsion muss auf jeden Fall behandelt werden und selbst dann benötigst du Massagen, Krankengymnastik und wiederholte Kontrollen.

Wird die Schulter nach einer wiederholten Luxation wieder stabil?

Die Schulter kann auch nach einer wiederholten Luxation wieder stabil werden. Wiederholte Luxationen kommen vor, weil dein Schultergelenk verletzt ist. Eine Hill-Sachs-Läsion ist eine mögliche Ursache, es gibt aber auch noch andere Ursachen für wiederholte Schulterluxationen. Die Schulter ist schlicht anfällig für diese Art von Verletzung. Lass dein Gelenk untersuchen und Verletzungen im Gelenk ausschliessen. Physiotherapie und Massagen helfen nach einer vielleicht sogar chirurgischen Behandlung, der Schulter ihre Stabilität zurückzugeben. Dein Arzt berät dich gerne!

Warum sind mehr Männer als Frauen von einer Schulterluxation betroffen?

Das ist bislang nicht abschliessend geklärt. Da insgesamt mehr Männer zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr betroffen sind, also Männer in einem Alter, in dem sie viel Sport treiben und insgesamt eher risikofreudig sind, liegt die Ursache möglicherweise im gesellschaftlich bedingten Verhalten. Es ist schwer, hier tatsächlich auf eine einzige Ursache zu kommen oder auch nur Studien dazu durchzuführen. Sicher ist, dass die Schultergelenke von Männern insgesamt nicht instabiler sind als die von Frauen. Wir wissen aber aus Studien, dass manche Erkrankungen mehr Frauen als Männer betreffen (Multiple Sklerose beispielsweise) – warum sollte es also nicht auch Diagnosen geben, die mehr Männer betreffen …

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