Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Lymphknoten in Nacken, Hals und Achselhöhlen

Geschwollene Lymphknoten können harmlos oder ein Hinweis auf ernstere Krankheiten sein. Ursachen können eine einfache Infektion sein, etwa durch eine Grippe oder Erkältung, rheumatoide Erkrankungen und Krebs. Wenn die Schwellung nicht abklingt, ist der Gang zum Arzt unabdingbar. Sind die Lymphknoten nicht geschwollen, lassen sie sich auch unter der Haut nicht wahrnehmen. Häufig zeigt sich die Schwellung am Hals oder im Nacken, wenn das Immunsystem gegen Infektionserreger ankämpft. Dann ist sie nicht gefährlich.

Was sind Lymphknoten?

Die Lymphknoten gehören zum Lymphsystem, wobei jeder Knoten für die Filtration der Lymphe einer Körperregion zugeteilt ist. Damit dienen die Lymphknoten als Filter und bestimmen die Abwehrfunktion des Immunsystems mit. Der menschliche Körper weist etwa zwischen 300 bis 700 Lymphknoten auf. Sie befinden sich hinter und unter dem Ohr, im Gesicht, am Unterkiefer, Kinn und Hinterhaupt, am Hals und in der Achselhöhle, in Brust, Bauch und in den unteren Extremitäten. Jeder Lymphknoten ist oval oder kugelförmig, besteht aus einer Kapsel und Gewebe. Im lymphoretikulären Gewebe sitzen die Lymphozyten in der Rinde, im Mark und dazwischen.

Die Lymphe bzw. Lymphflüssigkeit zirkuliert im Körper und beeinflusst die Abwehrreaktion mit. Sie stammt aus Blut und Gewebe und sammelt sich vermehrt in den Zwischenräumen an. Transportiert wird die Lymphflüssigkeit über Kapillaren in grössere Gefässe, die dann in den Milchbrustgängen münden. Der Pumpvorgang erfolgt durch die Atmung.

Welche Aufgabe haben Lymphknoten?

Innerhalb des Immunsystems dienen die Lymphknoten der Abwehr von Viren, Erregern und Bakterien. Sie ermöglichen die Filterung der Lymphe, wobei sie die Zellen vor schädlichen Stoffen bewahren. In den Lymphknoten werden die Lymphozyten hergestellt, wenn sie mit Antigen konfrontiert sind. Das Immunsystem bildet Antikörper gegen solche Stoffe, die aus der Umwelt stammen und Zellen schädigen können. Daher sind die Lymphknoten der Hauptort für alle phagozytotischen Vorgänge und machen die eindringenden Mikroorganismen unschädlich.

Wann kommt es zu einer Schwellung der Lymphknoten?

Im gesunden Zustand sind Lymphknoten nicht ertastbar. Erst wenn sie anschwellen, können sie erspürt werden. Das ist bei kleineren Infektionen möglich, aber auch bei schwerwiegenderen Entzündungen. Dann kommt es zu einer vermehrten Bildung von Lymphozyten, wodurch sich die Schwellung der Lymphknoten verstärkt. Häufige Ursachen sind Viruserkrankungen, das Drüsenfieber oder Atemwegsinfektionen, aber auch Tumore und Krebs.

Welche Krankheiten gibt es im Bereich der Lymphknoten?

Schwellungen der Lymphknoten sind häufiger der Fall. Das kann auch durch das Abwehrsystem der Fall sein, wenn der Körper gegen Viren und Bakterien kämpft. Bricht dann eine Infektion aus, werden die Lymphknoten sichtbar und können in typischen Bereichen wie Hals und Nacken Schmerzen oder Schluckbeschwerden verursachen. Bekannte Erkrankungen, die eine direkte Wirkung auf die Lymphknoten haben, sind unter anderem:

  • Drüsenfieber
  • Masern
  • Röteln
  • HIV
  • Zytomegalie
  • Mandelentzündung
  • Diphtherie
  • Tuberkulose
  • Krebs

Gerade Krebserkrankungen zeigen häufig eine Schwellung der Lymphknoten, darunter maligne Lymphome, wenn es sich um Lymphdrüsenkrebs handelt. Ähnlich betroffen sind die Lymphknoten bei Leukämie mit der vermehrten Bildung von weissen Blutkörperchen und bei der Metastasenbildung. Dabei sind Non-Hodkin-Lymphome und Morbus Hodgkin Krebsarten, die direkt die Lymphknoten betreffen.

Bei welchen Symptomen sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Eine medizinische Untersuchung ist bei einer Lymphadenitis notwendig, wenn es um akute und chronische Infekte geht und sich die entsprechenden Symptome zeigen. Wenn die Lymphknoten nach etwa zwei Wochen noch nicht abgeschwollen sind, solltest du unbedingt einen Arztbesuch in Erwägung ziehen, da auch ernsthafte Krankheiten nicht ausgeschlossen werden können. Viele bedenkliche Beschwerden hängen mit der Schwellung der Lymphknoten und weiteren Symptomen zusammen. Daneben treten Erschöpfung, Schnupfen, Fieber, Halsschmerzen, Husten, aber auch Schmerzen und Atembeschwerden auf. Der Arztbesuch ist notwendig, wenn:

  • die Schwellung länger sichtbar bleibt und ertastet werden kann
  • die Schwellung nur einseitig auftritt, etwa in der linken, aber nicht in der rechten Achselhöhle
  • andere Beschwerden dazukommen, darunter Gewichtsverlust, Fieber oder Nachtschweiss

Wie erfolgt die Behandlung bei einer Schwellung der Lymphknoten?

Die Diagnose und Behandlung solcher Krankheiten benötigen immer eine Anamnese beim Patienten. Der Arzt prüft die Krankheitsgeschichte und informiert sich über kürzlich aufgetretene Erkrankungen. Sie sind wichtige Hinweise auf die Lymphknotenschwellung am Hals, im Nacken oder unter der Achselhöhle. Nötige Untersuchungen umfassen das Abtasten der Stelle und den Test der Oberflächenbeschaffenheit, die Schmerzempfindung und die Verschiebbarkeit des Knotens. Liegt eine gutartige Schwellung oder Veränderung vor, lassen sich die Symptome leichter deuten und Lymphknoten von der Umgebung abgrenzen bzw. verschieben.

Auch ein Druckgefühl oder Schmerz beim Abtasten können eine gutartige Infektion bedeuten. Bösartig ist die Erkrankung, wenn die Lymphknoten fest verwachsen sind und das Abtasten keinerlei Schmerz bereitet. Dann liegt eine Lymphadenopathie vor. Der Arzt führt einen Bluttest oder eine Gewebeprobe durch, wenn keine Ursachen über die körperliche Untersuchung geklärt werden können. Gleiches wird bei Tumoren gemacht.

Was müssen Patienten beachten, wenn die Lymphknoten geschwollen sind?

Wenn die Schwellung harmlos ist, können Patienten die Beschwerden in der Regel selbstständig lindern. Geschwollene Lymphknoten am Hals und im Nacken, die aufgrund einer Grippe oder Erkältung schmerzen, können mit Wärme behandelt werden. Hier hilft das Kühlen nicht. Sind die Lymphknoten druckempfindlich, sollten Patienten sich schonen, selbst wenn sie sich ansonsten körperlich gesund fühlen. Die Schwellung ist immer ein Hinweis auf die Aktivität des Immunsystems. Es gilt dann, die bakterielle Infektion nicht zu verschleppen und den Körper nicht unnötig zu erschöpfen. Sport oder anstrengende Arbeiten solltest du vermeiden.

Das könnte dich auch interessieren

Hill Sachs Läsion: Was hat es mit der Druckdelle auf sich?

Die Hill-Sachs-Läsion bezeichnet eine Druckdelle am Knorpel oder Knochen der Schulter, meist verursacht durch einen Unfall oder eine Schulterluxation. Wie sieht die Behandlung aus? Welcher Arzt stellt die Diagnose? Und vor allem: Wie stellt der Arzt die Hill-Sachs-Läsion fest? Du weisst, dass die Hill-Sachs-Läsion den Oberarmkopf betrifft – und hast ansonsten ganz viele Fragen zur Anatomie, zur Ursache der Hill-Sachs-Läsion und zur Therapie. Deine Fragen – unsere Antworten!

Rückenschmerzen Frühschwangerschaft: Fragen und Antworten

Übelkeit, Müdigkeit, schmerzende Brüste und keine Lust auf Sex – die Anfangsphase der Schwangerschaft bringt alle Arten von Unannehmlichkeiten mit sich. Auch Rückenschmerzen gehören in der Frühschwangerschaft dazu: Die Beschwerden verleihen dem frischen Glück, das werdende Mütter aufgrund des positiven Schwangerschaftstest geniessen, einen bitteren Beigeschmack. Damit Betroffene die Schwangerschaft möglichst sorglos und ohne Schmerzen überstehen und das Wunder des entstehenden Lebens in vollen Zügen geniessen, dienen folgende Fragen und Antworten zum Thema Rückenschmerzen in der Frühschwangerschaft als praktische Hilfestellung.

Die Bankart Läsion und Schulterluxation

Die häufigste Verletzung im Schulterbereich ist das Auskugeln oder Ausrenken der Schulter. Geschieht dies im vorderen Bereich der Schulterpfanne, wird medizinisch von einer Bankart Läsion gesprochen. Dabei kann das Gelenk mechanisch wieder eingerenkt werden oder aber es wird operativ behandelt. Das ist besonders dann der Fall, wenn die das Gelenk umgebene Struktur gerissen ist. Diese Problematiken treten beim Patient durch Sturz, Unfall oder eine extreme Belastung auf.

Die wichtigen Aufgaben der Fussgelenke

Das Fuss- oder Sprunggelenk hat wichtige Funktionen und trägt das gesamte Körpergewicht. Das macht es anfällig für Verletzungen, die du im Ernstfall von einem Orthopäden behandeln lässt. Der aufrechte Gang ist eine Belastung für den Bewegungsapparat und dasselbe gilt für die Bewegung beim Sport: Beim Springen und Laufen wächst der Anspruch an die Gelenke. Ist die dort sitzende intrinsische Muskulatur geschwächt, kommt es zu Fussfehlstellungen und Erkrankungen. Vorbeugende Massnahmen für den Schutz des Fussgelenks sind daher genauso wichtig wie eine Behandlung bei Beschwerden. Alles rund um das wichtige Thema gibt es hier.

Was tun bei Meniskus-Schmerzen?

Ein schmerzendes Knie hat oft die Ursache im Meniskus, durch eine Quetschung oder durch einen Meniskusriss. Letzterer kann sich schleichend ausprägen oder ganz akut auftreten. Nicht immer werden Schäden sofort wahrgenommen. Sie unterliegen zudem dem Alterungsprozess. Akute Schmerzen sind oft bei einem Sturz oder einer sportlichen Überbelastung der Fall. Eine schnelle Entlastung ist sinnvoll, damit der Riss sich nicht verschlimmert.

Schmerzendes Brustbein – Ursachen und Behandlung

Stechende Schmerzen in der Brust sind bedenklich und ein Hinweis darauf, dass eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt. Das Brustbein ist dabei besonders betroffen, etwa wenn eine Infektion im Körper ist. Der wahrgenommene Schmerz muss jedoch nicht mit der Brust selbst zu tun haben, sondern kann auch Lunge, Herz oder Magen betreffen. Eine Untersuchung beim Arzt ist aber schon bei kleinsten Anzeichen dringend zu empfehlen. Alles zum schmerzenden Brustbein sagen wir dir hier.