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Bauchschmerzen rechts richtig einordnen und behandeln

Bauchschmerzen im rechten Körperbereich bringen viele Unannehmlichkeiten mit sich. Dazu gehören Übelkeit, ein unangenehmes Drücken oder Stechen, häufig auch ein krampfartiges Gefühl in der Magengegend und im Bauchraum. Die Herausforderung: Bauchschmerzen gehören zu den Symptomen, die auf viele unterschiedliche Erkrankungen verweisen können, sodass eine sofortige Einordnung oft nicht möglich ist. Wenn du wissen möchtest, welche Beschwerden es bei Bauchschmerzen auf der rechten Seite noch gibt, welche Erkrankungen dahinterstecken können und wie du dagegen angehst, erfährst du die wichtigsten Antworten dazu im folgenden Artikel.

Was bedeuten Bauchschmerzen auf der rechten Seite?

Wenn du unter Schmerzen, Blähungen oder Krämpfen auf der rechten Bauchseite leidest, können dahinter diverse Ursachen stecken. Nicht immer deuten Schmerzen in Oberbauch oder Unterbauch auf eine ernsthafte Erkrankung hin, die einer ärztlichen Behandlung bedarf. Bedenke aber, dass sie zugleich nicht zu unterschätzen sind und vielleicht auf eine bestehende Grunderkrankung hinweisen. Deshalb sollten Betroffene die Schmerzen ernst nehmen und ihre Beobachtungen und Beschwerden bei einem ärztlichen Beratungsgespräch so genau wie möglich schildern, damit eine korrekte Diagnose folgt.

Welche Ursachen und Symptome haben Bauchschmerzen auf der rechten Seite?

Bauchschmerzen, die nur auf der rechten Seite zu lokalisieren sind, fallen in ihrer Art unterschiedlich aus: Du leidest unter einem drückenden oder bohrenden Gefühl oder fühlst phasenweise ein unangenehmes Stechen. Die Schmerzen bleiben über wenige Stunden oder können sich über mehrere Tage ziehen. Dahinter stecken oft ganz unterschiedliche Ursachen und Krankheiten:

  • Gallensteine: Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen deuten möglicherweise auf Gallensteine hin. Oft kommt Übelkeit zu den Schmerzen hinzu. Weitere Symptome sind Völlegefühl, saures Aufstossen und ein unangenehmes Sodbrennen. Als Folge kann eine Bauchspeicheldrüsenentzündung entstehen.
  • Hepatitis: Eine Leberentzündung ist wahrscheinlich, wenn du Bauchschmerzen rechts verspürst, dich abgeschlagen fühlst und dein Urin sich dunkel verfärbt. Mögliche Symptome sind ausserdem Appetitlosigkeit und Fieber.
  • Entzündung der Speiseröhre: Fliesst Magensäure in die Speiseröhre zurück, kann diese sich entzünden. Hinweise sind Bauchschmerzen, ein unangenehmes Gefühl beim Schlucken, Aufstossen sowie Sodbrennen.
  • Blinddarmentzündung: Verspürst du Schmerzen im rechten Bauchraum und musst husten, kann das ein erster Hinweis auf eine Appendizitis sein. Die stechenden Schmerzen spürst du zunächst hinter dem Bauchnabel, wo sie sich besonders stark bemerkbar machen, wenn du lachst, gehst oder hustest.

Was bedeutet Durchfall bei Bauchschmerzen rechts?

Durchfall zählt zu den gängigen Symptomen, wenn es deinem Magen nicht gut geht. Mögliche Ursachen sind:

  • Nahrungsmittelunverträglichkeit: Machen sich krampfartige Schmerzen im Bauch bemerkbar und leidest du unter Durchfall, kann es sein, dass du bestimmte Nahrungsmittel nicht verträgst. Weitere Symptome, die dafür sprechen: Übelkeit, Verdauungsprobleme und Kopfschmerzen sowie allgemeine Erschöpfung.
  • Magen-Darm-Grippe: Wenn du dich schlapp fühlst, Schmerzen rechts im unteren Bauchraum spürst und dir übel ist, kann das auf eine Infektion mit Bakterien oder Viren hindeuten. Die Folge der Infektion kann auch ein Reizdarm sein, der Blähungen, Durchfall und ein Völlegefühl auslöst.

Was tun bei Bauchschmerzen rechts und Magenproblemen?

Bei leichten Beschwerden, wie sie beispielsweise nach einer fettigen Mahlzeit auftauchen, ist ein Arztbesuch nicht notwendig. Bemerkst du plötzlich auftretende Schmerzen und ungewöhnliche Beschwerden, die anhalten, und kommen weitere Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe oder Fieber hinzu, dann solltest du unbedingt einen Arzt aufzusuchen. Was du in akuten Fällen tust:

  1. Lindere Krämpfe und Schmerzen mit einem Wärmekissen.
  2. Trinke Tees aus Anis, Fenchel oder auch Ingwer sowie Kümmel – diese können deinen Magen beruhigen.
  3. Verzichte auf fettiges Essen sowie Fertigspeisen mit künstlichen Zusätzen.

Welche Untersuchung erfolgt beim Arzt, wenn ich Beschwerden im Bauchraum spüre?

Damit dein behandelnder Arzt bei Bauchschmerzen eine Diagnose stellen kann, erfolgt zunächst das Anamnesegespräch, bei dem dieser etwas über deine körperliche Vorgeschichte sowie bestehende Erkrankungen erfragt. Zu der körperlichen Untersuchung zählt das Abtasten des Bauchraums und oft eine Urinprobe. Gegebenenfalls ordnet dein Arzt eine Darmspiegelung an: Die Untersuchung des Darms kann Aufschluss über Probleme im Verdauungstrakt geben und auch wichtig für die Krebsvorsorge sein.

Was darf ich bei Bauchschmerzen alles essen?

Erlaubt ist, was den Verdauungstrakt entlastet. Dazu gehören leicht verdauliche Speisen: Gemüse, zum Beispiel Fenchel, Tomaten, Erbsen, sowie Weissbrot, Reis und Nudeln. Wird dir von festen Lebensmitteln übel, entscheidest du dich für leichte Flüssignahrung und bereitest dir eine Suppe zu. Was du besser nicht essen und trinken solltest:

  • Fleisch kann den Magen belasten, wenn du unter akuten Schmerzen leidest.
  • Verzichte bei Bauchschmerzen auf Alkohol und Koffein, um die bestehenden Beschwerden nicht zu verschlimmern.
  • Zu viele Gewürze können den Magen verstimmen. Entscheide dich deshalb für milde Kost und setze auf Kräuter, um deine Gerichte zu würzen.

Welche Behandlung gibt es gegen rechtsseitige Bauchschmerzen?

Ob Hausmittel, Medikamente oder gar eine Operation: Welche Therapie bei Bauchschmerzen auf der rechten Körperseite erfolgt, hängt von der Diagnose ab. Bei einer Erkrankung, die durch Bakterien ausgelöst worden ist, kann dein Arzt dir Antibiotika verschreiben. In vielen Fällen helfen Hausmittel, etwa Kräutertees, die Verringerung von Stress, eine Ernährungsumstellung oder eine spezielle Diät, die du individuell mit deinem Arzt besprichst. Ein operativer Eingriff kann notwendig sein, wenn du zum Beispiel unter einer Blinddarmentzündung leidest.