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Das Lisfranc Gelenk und die damit verbundenen Verletzungen

Das Lisfranc Gelenk und die damit verbundenen Verletzungen

Die Orthopädie bietet verschiedene Therapieansätze und Hilfen, um am Fuss und an der Fusswurzel eine Reduzierung von Schmerzen, eine Stabilisierung oder auch die aufwendigere Behandlung zu gewährleisten. Der Knochen am Fuss ist dabei genau eingeteilt, wobei die Lisfranc-Gelenklinie eine wichtige Rolle spielt. Verletzungen am Lisfranc Gelenk und Mittelfuss sind ernst zu nehmen und erfordern eine lange Regeneration und Erholungszeit.

Wie gestaltet sich die Anatomie des Fussskeletts?

Der Fuss ist komplex aufgebaut und besteht in der Anatomie aus Zehen, dem Mittelfuss und der Fusswurzel. Der Mittelfuss wird dabei in folgende Bereiche unterteilt:

  • in die Sohle
  • in die Ferse
  • in den Fussrücken oder Spann
  • in den Rist

Das Fussskelett wiederum gliedert sich in die Fusswurzelknochen, Mittelfussknochen und Zehenknochen. Die Knöchel gehören zum Sprunggelenk und verursachen häufig Probleme. Gegenüber dem Sprunggelenk befindet sich das Fersenbein. Am Fussskelett sitzen folgende Gelenke:

  • oberes Sprunggelenk
  • unteres Sprunggelenk
  • Chopart Gelenk
  • Lisfranc Gelenk/Tarsometatarsalgelenke
  • Kalkaneokuboidgelenk
  • Intertarsalgelenke
  • Metatarsophalangealgelenke
  • Interphalangealgelenke

Was ist das Lisfranc Gelenk?

Das Lisfranc Gelenk gehört zu den Tarsometalarsalgelenken, die zwischen Keilbeinen und Würfelbein liegen. Bei den Gelenken sind der erste und dritte Mittelfussknochen mit den Keilbeinen und der vierte und fünfte Mittelfussknochen mit dem Würfelbein verbunden. Dies ermöglicht die Belastung und Kippbewegung des Fusses. Die Tarsometatarsalgelenke werden durch die Gelenkspalte und die Lisfranc-Gelenklinie unterschieden.

Das Lisfranc Gelenk ist eine medizinisch gedachte Gelenklinie, die zwischen den Mittelfussknochen und den Gelenkspalten verläuft. Sie dient in der Unfallchirurgie auch als Linie für die Amputation und grenzt den Mittelfuss vom Vorfuss ab. Liegt im Mittelfuss eine Verletzung vor, wird von der Lisfranc-Verletzung gesprochen. Dabei handelt es sich um eine Luxationsfraktur, die nach dem französischen Chirurgen und Militärarzt Jacques Lisfranc benannt ist, der sie beschrieben hat. Durch damalige Stürze vom Pferd oder das Hängenbleiben im Steigbügel konnte Lisfranc die Luxationsfrakturen näher definieren, die bis heute in der Unfallchirurgie und Orthopädie von Bedeutung sind. Neben dem Lisfranc Gelenk gibt es auch das Chopart-Gelenk. Auch dieses dient als Linie für die Amputation.

Welche Verletzungen entstehen am Fuss und Lisfranc Gelenk?

Eine Lisfranc-Verletzung und Luxation tritt eher selten auf und weist dann auch begleitende Frakturen im zweiten Mittelfussknochen auf. Das Lisfranc Gelenk kann durch Diabetes Typ II zerstört werden, wenn ein Fusssyndrom oder eine Neuro-Arthropathie auftritt. Jede Lisfranc-Verletzung ist schwerwiegend. Gerade Brüche oder Risse im Mittelfuss verursachen Schwellungen, Schmerzen und Geheinschränkungen. Selbst nach einer Behandlung und Fixierung muss das Gelenk weiter geschont werden und komplett heilen, da ansonsten die normale Belastung durch Gehen oder Stehen zu hoch ist. Bei Patienten kann auch eine stabile Lisfranc-Verletzung oder Verdrehung auftreten, wobei die Bänder zerreissen, während die Gelenke und Knochen intakt bleiben. Das erfordert das Ruhigstellen und die Schonung des Fusses. Eine Behandlung erfolgt auch bei der dislozierten Lisfranc-Verletzung. Diese geht mit signifikanten Mitteflussbandverletzungen einher, z. B. durch Luxationen.

Was sind Luxationen?

Luxationen sind Verrenkungen, die häufig an der Schulter, am Sprunggelenk oder am Lisfranc Gelenk auftreten. Dabei springt der Knochen ruckartig aus dem Gelenk und verursacht entsprechend Schmerzen. Eine Luxation entsteht durch eine extreme Krafteinwirkung oder durch einen ungünstigen Sturz. Neben dem Schmerz zeigt sich in der Regel auch ein starker Bluterguss, während das Gelenk nicht mehr bewegt werden kann. Notwendig ist dann in der Orthopädie das manuelle Einrenken des Gelenks beim Patienten oder eine Operation.

Was sind die Ursachen für eine Lisfranc-Verletzung?

Mittelfussverletzungen betreffen häufig das Lisfranc Gelenk und entstehen durch Unfälle und extreme Belastung. Typische Verletzungsmechanismen und Ursachen dafür können sein:

  • eine ungünstige Drehbewegung, z. B. beim Sport
  • das Ausrutschen und Verdrehen des Fusses, während dieser belastet wird
  • das starke Drücken auf ein Bremspedal im Auto, z. B. bei einem Verkehrsunfall
  • die starke Belastung der Ferse

Wie zeigen sich die Symptome bei Lisfranc-Verletzungen?

Patienten, die eine Verletzung am Lisfranc Gelenk aufweisen, zeigen in der Anatomie am Fuss eine starke Schwellung oder Blutergüsse. Zudem können sie den Fuss nicht mehr drehen oder belasten. Solche Symptome tauchen jedoch innerhalb eines sehr grossen Verletzungsspektrums auf. Möglich ist auch ein partieller Riss der Mittelfussbänder, während die Knochenkonfiguration stabil und intakt ist. Bei einer Lisfranc-Verletzung können Patienten kein Gewicht mehr anheben. Eine Untersuchung und Therapie ist möglich, wobei zunächst die Schwellung abklingen muss.

Welche Therapie gibt es für Schmerzen im Sprunggelenk?

Bei Verletzungen, die das Lisfranc Gelenk oder Sprunggelenk betreffen, wird innerhalb der Therapie und Behandlung eine Schonung des Beins veranlasst. Zur Stellung der Diagnose fertigt der Arzt vorab ein Röntgenbild an. Dadurch kann das Ausmass der Verletzungen besser abgeschätzt werden. Es gibt immer stabile und instabile Verletzungen, die eine unterschiedliche Therapie benötigen. Das Sprunggelenk wiederum wird in der Regel mit Bandagen oder Sport-Tapes fixiert und stabilisiert. Die Heilung dauert länger als bei einer einfachen Verstauchung.

Instabile oder dislozierte Verletzungen benötigen hingegen eine Operation, wobei der Chirurg auch versuchen kann, die Verletzung konservativ zu behandeln oder den Gelenkspalt zu verschmälern. Das Gelenk wird dann mit Schrauben oder Platten fixiert, um den natürlichen Übergang zurückzugewinnen. Auch Arthrodesen fallen in diesen Bereich und werden chirurgisch durchgeführt, um zerstörte Knorpelanteile zu entfernen oder durch Gelenkversteifung die Bewegungsfähigkeit des Gelenks zu unterbinden.

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