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Nackenschmerzen Ursachen und Symptome

Ein schmerzender Nacken ist unangenehm und schränkt die eigene Bewegungsfreiheit stark ein. Der Schmerz kann dabei auch zu weiteren Beschwerden führen, etwa Migräne oder Rückenschmerzen verursachen. Abhilfe schaffen Massagen und Wärmebehandlungen. Dennoch ist es wichtig, auch die Ursachen herauszufinden, um weitere Schmerzen zu vermeiden. Oft sorgen gerade zu wenig Bewegung, eine falsche Haltung und Sitzposition oder eine Verkühlung für den verspannten Nacken. Es ist wichtig, frühzeitig zu reagieren und den Problemen vorzubeugen. Hier zeigen wir dir, wie.

Was sind Nackenschmerzen?

Der gesamte Bereich im Nacken weist Nerven, Muskeln und Wirbelkörper auf. Das komplexe Konstrukt ist relativ flexibel, bis der Nacken über eine längere Zeit stark überbelastet wird und dann Schmerzen und Verspannungen verursacht. Dabei beschränken sich die Beschwerden selten auf den Nacken selbst, sondern gehen auch auf Schulter, Kopf und Rücken über. Mit Nackenschmerzen kämpfen viele Menschen, da sie im Alltag zu wenig Bewegung haben. Berufsbedingte Beschwerden sind daher ebenso häufig wie Schmerzen durch eine Fehlhaltung. Unterschieden wird in akute und chronische Nackenschmerzen.

Warum sind Hals und der Nacken so anfällig für Schmerzen?

Der Körper des Menschen ist stabil gebaut, wobei der Hals in seiner Stellung nahezu einzigartig ist. Er muss den grossen und schweren Kopf tragen und ist zugleich durch die Wirbelknochen sehr beweglich. Er sorgt dafür, dass der Kopf im Gleichgewicht bleibt. Erfolgt dann eine zu starke Belastung des Nackenbereichs, was nicht nur durch Bewegungsmangel oder Fehlhaltungen beim Sitzen sein kann, sondern auch durch eine ungünstige Schlafposition oder einen kalten Luftzug, dann verhärten sich die Nackenmuskeln. Hierdurch wird Druck ausgeübt und Schmerz entsteht. Nur bei chronischen Nackenschmerzen liegt eine Veränderung des Skeletts vor und die Ursachen liegen hier anders.

Wie entstehen Verspannungen im Nacken?

Häufig sind die Ursachen für Nackenschmerzen Verspannungen im Muskel- und Nervenbereich. Sie entstehen durch eine Über- oder Fehlbelastung. Auslöser sind etwa:

  • Stress und psychische Belastungen
  • Anspannung
  • Verkühlung und kalte Zugluft
  • langes Sitzen in einer Position (beispielsweise vor dem Computer)
  • falsches Liegen und Schlafen
  • zu wenig Bewegung und Fitness
  • Haltungsschäden
  • Fehlhaltungen
  • Zerrungen
  • körperlicher Verschleiss und andere Beschwerden (Bandscheibenvorfall, Arthrose, Osteoporose)
  • Alter
  • rheumatische Erkrankungen
  • Verletzungen (Wirbelbruch, Schleudertrauma)

Wie wirkt sich eine falsche Haltung auf Kopf- und Nackenmuskeln aus?

Fehlhaltungen können auf ganz unterschiedliche Weise auftreten. Mit ein Grund dafür sind Bewegungsmangel oder diverse Erkrankungen. Gerade bei bereits vorhandenen Verspannungen und Beschwerden versuchen Menschen, eine Schonhaltung einzunehmen, um den Schmerz zu lindern. Genau diese bewirkt jedoch eine weitere Überbelastung und schränkt gleichzeitig die natürliche Beweglichkeit ein. Der Körper wird stärker gebeugt oder zu wenig aufgerichtet. Die Schultern hängen durch und der Kopf wird zu weit nach vorne oder hinten gebeugt.

Fehlhaltungen sind aber auch eine natürliche Folge des modernen Alltags. Viele Berufe erfordern das lange Sitzen vor dem PC oder schränken die Bewegung stark ein. Die ideale Kopfhaltung ist dabei, wenn der Kopf genau über den beiden Schultern sitzt und die natürliche Verlängerung zum Körper darstellt. Der Nacken ist dabei nur ganz leicht gewölbt. Das ermöglicht die optimale Ausbalancierung des Kopfgewichts über die Wirbelsäule. Die Belastung auf die Nackenmuskeln ist gering. Schon leichte Veränderungen dieser Haltung dagegen üben einen stärkeren Druck auf die Muskulatur des Nackens aus. Dieser ist dann stärker oder weniger gekrümmt, wodurch eine Dauerkontraktion auf die Muskeln erfolgt, was Verspannungen und Bewegungseinschränkungen bewirkt.

Welche Auswirkungen haben Nackenschmerzen auf den Körper?

Nackenschmerzen gehen oft in andere Bereiche des Körpers über und verursachen Schmerz und Unwohlsein. Dabei können nicht nur die Muskeln, sondern auch die Nerven betroffen sein, die durch den ausstrahlenden Schmerz gereizt werden. Symptome sind zunächst der steife Hals, Schmerzen, die sich in den Kopfbereich ausbreiten und auch bis zu Migräne führen, Schulterschmerzen und Taubheitsgefühle oder ein Kribbeln in den Armen und Fingern. Nackenschmerzen sind auch häufig mit Rückenschmerzen verbunden, wenn Fehlhaltungen der Fall sind. Auch Durchblutungsstörungen können auftreten.

Wie erfolgt die Behandlung von Nackenschmerzen?

Eine Behandlung von Nackenschmerzen ist mit unterschiedlichen Mitteln möglich. Darunter gibt es auch schmerzfreie Methoden, die du zu Hause umsetzen kannst. Das betrifft die Verwendung von Wärmepflastern, Massagegeräten, einer Arnikasalbe oder einer Akupressurmatte. Gängige Mittel für eine Behandlung und Schmerzlinderung sind:

  • Massagen (zur Auflockerung der Muskeln und Faszien)
  • Wärme (entspannt die Muskulatur)
  • Entspannung und Meditation (wirkt sich auf Körper und Geist aus)
  • Bewegung und Fitness (fördert eine bessere Körperhaltung)

Die Behandlung durch den Arzt erfolgt mit einer körperlichen Untersuchung am Hals, kann aber auch mit einer neurologischen Diagnostik verbunden werden. Als Therapie werden Massagen, Übungen zur Lockerung und Entspannung, Akupressur und Akupunktur sowie Spritzen zur Schmerzlinderung eingesetzt. Innerhalb der manuellen Medizin gibt es verschiedene Methoden, Nackenschmerzen zu beseitigen und die Muskulatur wieder aufzulockern.

Wie machen sich Beschwerden im Nacken bemerkbar?

Spürbar werden die Verspannungen im Nacken natürlich durch Schmerzen und Einschränkungen in der Bewegung. Der Hals kann steif und der Kopf nicht mehr ausreichend in beide Richtungen drehbar sein. Auch das Aufrichten des Körpers und das tiefe Durchatmen funktionieren nicht mehr gut. Dazu breiten sich die Schmerzen meistens auch auf andere Bereiche aus, so auf die Schulter, den Kopf und die Arme.