Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Physiotherapeuten in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Schmerzende Brust: Was sie bedeutet und was zu tun ist

Schmerzende Brust: Was sie bedeutet und was zu tun ist

Eine schmerzende Brust stellt für viele Menschen ein Rätsel dar, weil die Ursache auf den ersten Blick meist nicht erkennbar ist. Brustschmerzen sind deshalb schwer einzuordnen. Vor allem Frauen leiden darunter und befürchten einen Tumor und auch als Mann bist du verunsichert, wenn du die Schmerzen bemerkst. Obwohl ein Tumor selten ist, solltest du trotzdem die Anzeichen ernstnehmen, damit die Brust gesund bleibt, der Notarzt bei einem medizinischen Notfall eingreifen kann und du dir keine Sorgen um deine Brust machst. Alles zum Thema schmerzende Brust erfährst du hier.

Was bedeutet eine schmerzende Brust?

Schmerzen in der Brust treten überwiegend bei Frauen während der Stillzeit oder in der Schwangerschaft auf. Sie können auch mit der Regelblutung und der Pille zusammenhängen. Nur in seltenen Fällen steckt ein bösartiger Tumor hinter den Schmerzen, da Brustkrebs in der Regel keine Schmerzen auslöst und die Diagnose mittels Abtasten, Mammografie oder Ultraschall erfolgt. Die schmerzende Brust kann auch ganz andere Ursachen haben und auch Männer treffen, wobei es sich dann manchmal um einen Notfall handelt. Übrigens: Wenn die Brust schmerzt, sprechen Mediziner von einer "Mastodynie".

Was sind die Ursachen für Schmerzen in der Brust?

Fühlst du eine Spannung in der Brust oder leidest du unter einem Druckgefühl oder einem Ziehen, kann das an folgenden Gründen liegen:

  • Hormonelle Veränderungen, zum Beispiel während der Periode.
  • Verstopfte Milchkanäle während der Stillzeit.
  • Schmerzen durch eine Gewichtszunahme oder Fettleibigkeit (auch bei Männern zu beobachten).
  • Eine Brustentzündung, die auch ausserhalb der Stillzeit auftritt, zum Beispiel bei Frauen in den Wechseljahren.
  • Rippenfellentzündungen können Schmerzen in der Brust beim Atmen verursachen.
  • Eine Refluxerkrankung führt dazu, dass ein grössere Menge Magensaft in die Speiseröhre zurückfliesst.
  • Muskelverspannungen, die zu Schmerzen im Brustkorb führen.

Was tun gegen eine schmerzende Brust in der Schwangerschaft?

Warst du schon einmal schwanger, kennst du bereits die unterschiedlichen Beschwerden, welche die körperliche Veränderung mit sich bringt. Schmerzen in der Brust sind dabei keine Seltenheit. Aufgrund der Milchproduktion sind die Brustwarzen besonders empfindlich und das Brustgewebe wächst. So kann es zu leichten oder stärkeren Schmerzen währen der Schwangerschaft kommen. Was dagegen hilft:

  1. Achte auf den passenden BH. Dieser sollte deine Brüste nicht einengen, sie gleichzeitig aber ausreichend stützen. Das kann möglichen Beschwerden vorbeugen oder sie mildern.
  2. Wende Wärme oder Kälte an. Während einige Frauen kalte Umschläge bevorzugen, um die Schmerzen zu reduzieren, bevorzugen andere Schwangere einen warmen Lappen.
  3. Eine Massage mit mildem Öl kann helfen. Wichtig ist, dass du die empfindlichen Brustwarzen aussparst, wenn du deine Brüste sanft massierst.

Wann sollte ich Notfall wählen oder zum Notarzt gehen?

Nicht jede Mastodynie bedeutet etwas Schlimmes. Sitzen die Schmerzen jedoch tiefer in der Gegend des Brustkorbs, kann es sich um einen Notfall handeln:

  • Ein Notarzt ist notwendig, wenn du ein starkes Engegefühl in der Brustgegend verspürst und unter Schmerzen im Oberbauch leidest, die deinen Puls in die Höhe treiben. Das kann Frauen und Männer gleichermassen betreffen und ist eines der Symptome eines Herzinfarkts.
  • Schuld an starken Schmerzen in der Brust und Atemnot kann ein Pneumothorax sein. Hierbei dringt Luft ein und sie setzt sich zwischen Lunge und deiner Brustwand fest. Solche Fälle müssen sofort medizinisch behandelt werden, wenn sie bemerkt werden, sonst kann Lebensgefahr bestehen.
  • Bemerkst du Lähmungen in deinem Gesicht, Schmerzen im Oberarm und verlierst die Orientierung oder die Sprache, sind das erste Anzeichen eines Schlaganfalls. Auch das ist ein Zeichen, um sofort zu handeln. Wichtig ist, dass du ruhig zu atmen versuchst, um dich zu beruhigen und dann den Notarzt rufst.

Schmerzende Brust durch Probleme mit den Nervenwurzeln?

Ist von Nervenwurzeln die Rede, werden diese häufig im Zusammenhang mit dem sogenannten "BWS-Syndrom" genannt: Wenn du drückende, dumpfe Schmerzen in der Gegend deiner Brustwirbelsäule spürst, kann es sich dabei um das Brustwirbelsäulen-Syndrom handeln. Bei den genannten Nervenfasern handelt es sich um eintretende und austretende Nervenfasern deines Rückenmarks. Die Nervenwurzeln können gereizt werden und schlimmstenfalls auf einen Bandscheibenvorfall hindeuten. Schuld am BWS-Syndrom können Muskelverspannungen sein. Wenn du akute Beschwerden hast, wird dein Arzt dir Schmerzmittel verabreichen und dich gegebenenfalls zu einer Physiotherapie schicken.

Warum schmerzt die Brust vor der Periode?

Zyklusabhängige Schmerzen in der Brust basieren darauf, dass vermehrt Wasser in deinem Brustgewebe gespeichert wird. Das hängt mit hormonellen Schwankungen zusammen, die vor der Menstruation auftreten. Oft fühlen die Brüste sich angespannt an, sodass es zu Schmerzen kommt. In der Regel vergehen die Schmerzen, sobald der Hormonhaushalt wieder ausgeglichen ist. Bei starken, wiederholt auftretenden Beschwerden suchst du am besten einen Arzt auf.

Was tun Mediziner bei einer schmerzenden Brust oder Muskelverspannungen?

Die schmerzende Brust wird zunächst gründlich untersucht. Auch ein Besuch bei einem Radiologen ist nicht ausgeschlossen, falls dein Hausarzt oder Frauenarzt dich überweist, um einen möglichen Verdacht auf Brusterkrankungen abzuklären. Eine medikamentöse Therapie ist bei Frauen und Männern sowie Kindern notwendig, wenn zum Beispiel Organe betroffen sind, Schmerzen erneut auftreten oder eine andere Erkrankung bestätigt wird.

Der Physiovergleich für die Schweiz. Finde die besten Physiotherapeuten in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Bandscheibenvorfall Operation - Methoden und Heilungschancen

Bandscheibenvorfälle sind Erkrankungen an der Wirbelsäule, bei denen ein Teil des Bandscheibenkerns austritt und für Schmerzen sorgt. Die Gründe für die Erkrankung sind vielfältig, wurzeln jedoch oftmals in einer Fehlhaltung oder Übergewicht. Zudem werden Bandscheibenvorfälle meist durch falsches Heben und Tragen, eine untrainierte Rückenmuskulatur oder familiäre Vorbelastungen ausgelöst. Zusätzlich kann es jedoch auch durch Wirbelsäulenveränderungen aufgrund von Tumoren oder entzündlichen Erkrankungen zu Bandscheibenvorfällen kommen. Doch wie werden Bandscheibenvorfälle behandelt, wann ist eine Operation ratsam und wie gut stehen die Heilungschancen?

Akupressurpunkte: Wo liegen sie und was bewirken sie?

Akupressur und Akupunktur sind zwei Bereiche der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und gehören heute in den Bereich der Alternativmedizin. Durch Akupressur können vielfältige Beschwerden behandelt werden. Sie erlaubt innerhalb der Massagetechniken eine Stimulierung einzelner Körperbereiche, die wiederum Organe und Organgruppen beeinflussen. Damit kann die Behandlung Erleichterung schaffen, aber auch eine direkte Wirkung haben.

Neuropathische Schmerzen: die Ursachen und wie man sie behandelt

Neuropathische Schmerzen sind Nervenschmerzen. Sie treten aber nicht auf, weil die Nerven von aussen durch Hitze oder Stiche gereizt werden, sondern weil sie selbst beschädigt oder erkrankt sind. Der Schmerz geht also von den Nerven selbst aus und hat viele mögliche Ursachen. Wie viele Menschen mit chronischen Schmerzen unter Neuropathien leiden, ist nicht genau bekannt. Oftmals sind die Ursachen nicht eindeutig oder es liegen mehrere vor. Neuropathische Schmerzen können die Lebensqualität enorm einschränken. Umso wichtiger ist es, sich mit Behandlungsoptionen und der Suche nach den Gründen zu beschäftigen.