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Schmerzendes Handgelenk: Die häufigsten Erkrankungen, ihre Ursachen und Symptome und warum schnelle Hilfe notwendig ist

Ein schmerzendes Handgelenk sorgt für erhebliche Beeinträchtigungen im Alltag. Unsere Hände übernehmen tagtäglich wesentliche Funktionen. Ob wir tippen, ein Musikinstrument bearbeiten, Tennis spielen, kochen oder im Garten arbeiten – ohne unsere Hände geht nichts. Monotone, sich ständig wiederholende Bewegungen können allerdings zu einer Überlastung von Gelenken und Sehnen führen. Daraus folgen ziehende Schmerzen bis in den Unterarm oder ein stechender Schmerz im Handgelenk. Jede Art der Bewegung wird dann zur Tortur. Eine schnelle Behandlung ist dann angesagt, um chronische Beschwerden zu vermeiden. Wir informieren dich über die häufigsten Handerkrankungen und was du dagegen tun kannst.

Wofür brauche ich ein Handgelenk und Sehnen?

Unser Handgelenk zählt zu den sechs wichtigsten Gelenken, die in unserem Körper für unsere Beweglichkeit sorgen. Das Handgelenk verbindet die Hand mit dem Unterarm. Es besteht aus verschiedenen Teilgelenken wie der Speiche (Unterarmknochen). Ein weiteres Teilgelenk liegt zwischen den Handwurzelknochen, dem Hakenbein, dem Hauptbein und dem Vieleckbein. Umgebende Bänder und Sehnen halten das Handgelenk stabil. Dabei ziehen verschiedene Sehnen vom Unterarm zum Handgelenk und zu den Fingern und sorgen für Beweglichkeit.

Welche Ursachen und Symptome haben die häufigsten Handerkrankungen?

Mit unseren Händen greifen, tasten, drücken und gestikulieren wir. Zudem ist unsere Hand ein wichtiges Sinnesorgan. Schon kleine Verletzungen beeinträchtigen das komplexe System aus zahlreichen Knochen, Bändern, Sehnen und Muskeln. Dabei können schmerzende Handgelenke viele Ursachen haben. Nachfolgend findest du die Ursachen und Symptome der häufigsten Handerkrankungen:

  1. Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis): Eine Sehnenscheidenentzündung erkennst du durch ziehende oder stechende Schmerzen. Zudem sind Handgelenk oder Finger geschwollen.
  2. Karpaltunnelsyndrom: Durch den Karpaltunnel führen die Nerven vom Unterarm zur Hand. Überlastung und permanenter Druck auf das angrenzende Gewebe engen die Nerven ein und beschädigen sie. Die Folge sind heftige Schmerzen, die zum Ellenbogen und sogar bis in die Schulter ausstrahlen können. Symptome sind "eingeschlafene" Finger und eingeschränkte Funktionen.
  3. Arthrose (Rhizarthrose): Dabei handelt es sich um Verschleisserscheinungen an den Knorpeln der Gelenke. An deinem Handgelenk ist meistens das Daumensattelgelenk betroffen. Die Arthrose führt zu starken Schmerzen am Daumen. Mitunter treten auch Schwellungen und Rötungen auf.
  4. Ganglionzysten: gutartige Schwellung im Weichgewebe des Handgelenks, das infolge von Druckreiz oder Verletzungen auftreten kann. Umgangssprachlich wird sie als Überbein bezeichnet. Sie kann Schmerzen auslösen, muss aber nicht.

Wie kann ich die Beschwerden im Handgelenk behandeln?

In der Regel erfordern die Schmerzen im Handgelenk keine ärztliche Behandlung. Handelt es sich um Zerrungen oder Verstauchungen helfen Ruhigstellen und Kälte. Entzündungen kannst du mit rezeptfreien entzündungshemmenden Arzneimitteln (NSARs) eindämmen. Nach ein paar Tagen sollte der Schmerz zurückgehen. Hält er an oder verschlimmert er sich sogar, hilft nur der Weg zum Arzt. Er wird den Ursachen mit Röntgenaufnahmen, MRT, CT-Scans oder Bluttests auf den Grund gehen. Als Therapie kann der Arzt zudem Übungen verordnen, die deine Handgelenke stärken. Helfen bei Krankheiten der Hand und Gelenke nur noch operative Eingriffe, empfiehlt sich der Weg zum spezialisierten Handchirurgen.

Wie kann ich eine Sehnenscheidenentzündung selbst behandeln?

Eine Sehnenscheidenentzündung, die durch Überlastung der Muskulatur, Sehnen und Bänder hervorgerufen wird, kommt häufig vor. Beherzige die nachfolgenden Punkte und sie sollte in ein paar Tagen verschwunden sein:

  • Ruhigstellung: Dies durch reine Schonung oder unterstützend durch eine Schiene.
  • Kühlen: Bei Schwellungen und akuten Schmerzen legst du stündlich Kühlkompressen auf.
  • Medikamente: schmerz- und entzündungshemmende Cremes bekämpfen die Ursache zusätzlich.

Welche Übungen helfen gegen Schmerzen im Handgelenk?

Wenn du keine akuten, stechenden Schmerzen hast, helfen dir Übungen gegen Schmerzen und Verspannungen im Handgelenk. Wir haben dir effektive Bewegungsübungen zusammengestellt:

  1. Rollübungen für Innen- und Aussenseite: Lege deinen Unterarm auf eine Faszienrolle und rolle deine Handfläche über den Unterarm bis zum Ellenbogen ab. Der Druck in deinen Muskeln nimmt ab und du entwirrst deine Faszien. Die gleiche Übung wiederholst du mit der Aussenseite.
  2. Dehnübungen: Achte darauf, dass du immer die ganze Hand und den Unterarm dehnst. Ob du dies im Sitzen oder Stehen machst, ist Geschmackssache. Lehne dich mit der Handfläche und dem Unterarm an eine Wand – die Finger zeigen nach unten. Halte die Position für zehn Sekunden. Wiederhole das etwa dreimal.

Was begünstigt eine Sehnenscheidenentzündung?

Zahlreiche Aktivitäten begünstigen schmerzende Handgelenke. Dazu gehören beispielsweise Sportarten mit häufigen monotonen Bewegungen des Handgelenks wie Tennis oder Bowling. Dasselbe gilt für Berufe mit häufigen Wiederholungen in den Bewegungsabläufen. Das sind zum Beispiel Friseure und Büroleute, die permanent am PC arbeiten. Auch Diabetes und Übergewicht fördern Handerkrankungen.

Wie beuge ich schmerzenden Handgelenken und Entzündungen vor?

Wenn du dir vor Augen führst, was Schmerzen im Bereich des Handgelenks begünstigt, kannst du relativ einfach vorbeugen. Durch regelmässige Pausen wirkst du einer Überlastung entgegen. Noch ein paar zusätzliche Tipps:

  • Stütze deine Handballen auf, das entlastet die Handgelenke beim Tippen.
  • Bewege deine Handgelenke immer wieder und dehne sie.
  • Unterstütze dein Handgelenk bei belastenden Sportarten mit Bandagen und Tapes.
  • Musiker, die ein Instrument halten, sollten öfters ihre Haltung wechseln
  • Handwerker nutzen am besten ergonomische Werkzeuge

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